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Europa ins Dortmunder Rathaus geholt

Wahlkreis

Das Programm ‚Europa macht Schule‘ feierte den Abschluss des ersten Programmjahres am Standort ‚Dortmund‘

‚Wir holen Europa ins Klassenzimmer!‘ lautet der Slogan des Programms „Europa macht Schule“. Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Europäische Gaststudierende besuchen deutsche Schulklassen und gestalten dort mit den Schülerinnen und Schülern ein kleines Projekt über ihr Heimatland. So entsteht ein Dialog, der für beide Seiten eine besondere europäische Erfahrung ist. Ziel des Programms „Europa macht Schule“ ist es, den Gedanken des europäischen Austauschs konkret und lebendig werden zu lassen und mehr Wissen über die jeweils fremde Kultur zu vermitteln..
In Deutschland gibt es mittlerweile über 30 Standorte, an denen Europa-macht-Schule-Projekte durchgeführt werden. Im Programmjahr 2011/2012 ist mit der Kooperation Dortmund/Bochum neben Essen der zweite Ruhrgebietsstandort des Programms ins Leben gerufen worden. Dieser feierte am Freitag den Abschluss des Programmjahres. Gut 90 Beteiligte, vor allem Schülerinnen und Schüler, aber auch Studierende, Lehrerinnen und Lehrer und einige interessierte Eltern, hatten sich zu diesem Zweck im Rathaus Dortmund eingefunden.
Begrüßungsworte sprach Europaabgeordneter Bernhard Rapkay. Rapkay erinnerte an Jean Monnet, der als einer der Gründungsväter der Europäischen Gemeinschaft gilt und dem das Zitat zugeschrieben wird: „Wenn ich es noch einmal zu tun hätte, würde ich mit der Kultur beginnen“. Diese große Bedeutung der Kulturen habe das Programm ‚Europa macht Schule‘ erkannt. Rapkay gratulierte den Schülerinnen und Schülern, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Organisatoren für Ihren Einsatz und Ihr Interesse am kulturellen Austausch.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurden vier Schulprojekte vorgestellt. Die Klasse 3 a der Diesterweg Grundschule in Dortmund hatte mit der türkischen Studentin Türe Özdogan ein Projekt zum Thema ‚Wie ist das Leben in der Türkei‘ durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler sangen unter der Leitung von Lehrerin Maren Krebs ein türkisches Kinderlied, präsentierten Quizfragen zur Türkei und sangen den bekannten Kanon ‚Bruder Jacob‘ mit allen Anwesenden auf Türkisch und Deutsch.
Am Geschwister Scholl-Gymnasium in Unna wurden gleich zwei Projekte durchgeführt. Die spanische Studentin Alicia Timon Santos und der türkische Student Burak Agbaba führten mit der Klasse 9c ein Projekt unter dem Titel "Von Stereotypen und realem Leben - Spanien und die Türkei im Fokus“ durch, aus dem die Schülerinnen und Schüler ein kleines Theaterstück und Filmaufnahmen präsentierten. Der Geschichte-Politikkurs der 8. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums hatte mit der polnischen Studentin Marta Semrau und der türkischen Studentin Melda Atar Migrationsgeschichten untersucht und die Frage erforscht, warum Menschen in Europa wandern. Aus diesem Projekt ist eine Wandzeitung entstanden, die von den Studentinnen und den Schülerinnen und Schüler präsentiert wurde.
In Rumäniens Märchenwelt wurde die Klasse 6 des Gymnasiums Waldstraße in Hattingen von den Studentinnen Mari-Annett Arina Didu und Madalina Gusita-Gratie willkommen geheißen. Die Studentinnen präsentierten die kreativen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler zu berühmten rumänischen Märchen.
Ein weiteres Türkei-Projekt wurde am Haranni Gymnasium in Herne von den Studentinnen Buse Aydogan und Deniz Adar durchgeführt. Auch wenn weder Schülerinnen und Schüler noch Studentinnen anwesend sein konnten, wurden beide Parteien – wie alle Teilnehmer/-innen – mit Urkunden geehrt.
Alle Beteiligten zeigten sich sichtlich erfüllt, zufrieden und auch etwas stolz über die gelungenen Projekte und Präsentationen beim abschließenden Kuchenbuffet. „Wir hoffen, dass wir die Arbeit am Standort Dortmund/Bochum im nächsten Programmjahr so erfolgreich fortsetzen können. Dafür ist es besonders wichtig, dass mehr Schulen am Programm teilnehmen möchten“ resümierte Standortkoordinatorin Simone Hunecke und bat um Werbung für das Programm. Sie dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und die tollen Ergebnisse und auch für die Möglichkeit die Abschlussveranstaltung im Dortmunder Rathaus durchführen zu können. Gegen 12Uhr gingen dann Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer in die wohlverdienten Osterferien.

Die dargestellte Pressemitteilung finden Sie auf der Seite von www.europamachtschule.de