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Keine Umstrukturierung mehr hinter verschlossenen Türen

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Bernhard Rapkay trifft Euro-Betriebsrat von Opel

Der für Bochum zuständige SPD-Europaabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament Bernhard Rapkay ist am Montag (04.06.) in Brüssel zu Gesprächen mit dem Euro-Betriebsrat von Opel zusammengekommen.

Zusammen mit einer kleinen Gruppe von sozialdemokratischen Abgeordneten aus verschiedenen europäischen Ländern sprach Bernhard Rapkay bei dem Treffen mit den Arbeitnehmervertretern über die aktuelle Lage bei Opel im Kontext der geplanten Verlagerung der Astra-Produktion nach England. Dabei spielte auch die Frage eine Rolle, ob die britische Regierung die Verlagerung subventioniert.

"Wir müssen klären, ob die britische Regierung hier tatsächlich Subventionen an Opel zur Produktionsverlagerung zahlt. Denn das wäre ein Unding! So würde Großbritannien sich unter Umständen von Opel die Schließung eines deutschen Werkes erkaufen! Um das herauszufinden, habe ich mit zwei Kollegen bereits eine schriftliche Anfrage an die Europäische Kommission gestellt", so Bernhard Rapkay.

Auch die unzureichende Information des Euro-Betriebsrats seitens des Konzerns war Thema des Gesprächs: "Bei der Verlagerung der Astra-Produktion wurden offenbar wieder einmal verschiedene Standorte gegeneinander ausgespielt", so Bernhard Rapkay nach dem Gespräch.
Um dies zukünftig zu vermeiden, erarbeitet das Europäische Parlament derzeit eine Resolution zu den Rechten von Arbeitnehmervertretern. "Wir als europäische Sozialdemokraten treten dafür ein, dass Arbeitnehmer in Zukunft bei Umstrukturierungen großer Unternehmen von Anfang an unterrichtet und angehört werden", so Bernhard Rapkay. "Keine Umstrukturierung hinter verschlossenen Türen!"

Laden Sie sich die Pressemitteilung hier als pdf herunter.