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Kleinbetriebe können aufatmen

Arbeit und Wirtschaft

Rechtsausschuss des Europaparlaments verabschiedet Erleichterungen für Kleinstunternehmen

Der Rechtsausschuss im Europäischen Parlament stimmte heute Maßnahmen zum Bürokratieabbau für Kleinstunternehmen zu. Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von höchstens einer Million Euro können demnach künftig in den EU-Mitgliedstaaten von der Verpflichtung zu Jahresbilanzen befreit werden.

Bernhard Rapkay, Vorsitzender der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament und Sprecher der Sozialdemokratischen Fraktion im Rechtsausschuss, begrüßte das Abstimmungsergebnis: "So können die vielen Kleinstbetriebe, wie z.B. Kleinhändler oder Handwerksbetriebe, in Zukunft von unnötiger Bürokratie befreit werden und bald aufatmen. Gerade in Zeiten der Finanzkrise ist es wichtig, dass die Politik schnell und praxisnah hilft."

Das Europäische Parlament hat die EU-Kommission schon im Dezember 2008 aufgefordert, Maßnahmen zur Entlastung von Kleinstunternehmen vorzuschlagen. "Jetzt endlich machen wir Nägel mit Köpfen. Kleinstbetriebe, wie die Bäckerei um die Ecke, können zukünftig von den Mitgliedstaaten im Bereich der Rechnungslegungspflicht wesentlich entlastet werden", betonte Bernhard Rapkay.

"Allerdings darf das nicht zu Lasten von Transparenz gehen", so Bernhard Rapkay weiter. "Die Befreiung der Kleinstunternehmen von der europäischen Bilanzierungspflicht bedeutet nicht die gänzliche Befreiung von Berichtspflichten. Eine normale Buchführung, die Ein- und Ausgaben belegt, wird weiterhin notwendig sein. Über die Befreiung auf europäischer Ebene wird aber die Möglichkeit in den einzelnen Mitgliedstaaten geschaffen, Erleichterungen in Bilanzierung und Publizität zu erreichen", so Bernhard Rapkay abschließend.

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