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Nachrichten zum Thema Familie und Jugend

Familie und Jugend Europa muss Jugendlichen endlich eine Perspektive bieten

Europäisches Parlament debattiert über Initiative 'Chance für junge Menschen'


Angesichts der weiter dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa wird das Europäische Parlament am Mittwochabend über eine Initiative beraten, die Jugendlichen eine Perspektive bieten soll. In dem vom Beschäftigungs- und Sozialausschuss verfassten Antrag werden die Mitgliedsstaaten und die Europäische Union aufgefordert, sofort wirksame Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit einzuleiten.

„Wir haben in einigen europäischen Ländern bis zu 50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, im Durchschnitt über 20 Prozent. Das ist beschämend für Europa! Deswegen will das EU-Parlament mit der Initiative den Mitgliedsstaaten helfen, schnell konkrete Maßnahmen einzuleiten“, so Bernhard Rapkay, SPD-Europaabgeordneter. Er hoffe, dass die Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission diese Aufforderung auch umsetzen.

„Alleine bis zum Jahr 2013 stehen noch 82 Milliarden Euro Fördergelder in den Strukturfonds zur Verfügung, die zwar eingeplant, aber bisher noch nicht abgerufen wurden. Das sind fast 15.000 Euro für jeden arbeitslosen Jugendlichen in der EU.“

Bernhard Rapkay, stv. Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion hält dies für eine solide finanzielle Grundlage, um Programme zur Unterstützung der Jugendlichen aufzusetzen. „Wir sorgen mit der Initiative dafür, dass die Mitgliedsstaaten eine finanzielle Grundlage zur Verfügung haben, wenn sie aktive Arbeitsmarktpolitik für Jugendliche betreiben. Wir brauchen einen Rettungsschirm für die Jugendlichen Europas mit der gleichen Priorität und Intensität wie für die Banken.“ Für die kommende Förderperiode fordert die sozialdemokratische Fraktion in ihrem Bericht zum Programm für sozialen Wandel und Innovation speziell die finanzielle Unterstützung der aktiven Arbeitsmarktpolitik.

Veröffentlicht am 24.05.2012

 

Familie und Jugend "Mehr Schutz für Kinder - Unterhaltsansprüche international leichter geltend gemacht"

Unterhaltsansprüche von Kindern und anderen Familienangehörigen können in Zukunft wirksamer international geltend gemacht werden. Für den Abschluss eines entsprechenden internationalen Übereinkommens durch die Europäische Union hat sich heute das Europaparlament ausgesprochen.
"Ich begrüße diese Entscheidung sehr, denn es geht hier in erster Linie um mehr Schutz für Kinder", so der Vorsitzende der SPD-Europaabgeordneten im Europäischen Parlament und rechtspolitische Sprecher der S&D-Fraktion Bernhard Rapkay. Denn in der Praxis betrifft die überwiegende Mehrheit der durch das Übereinkommen abgedeckten Fragen Unterhaltsansprüche von Kindern. "Sie benötigen dringend Hilfe, wenn sie ihre Unterhaltsansprüche im Ausland verfolgen und durchsetzen wollen", betonte Bernhard Rapkay.
Mit der heutigen Abstimmung spricht sich das Europäische Parlament für einen Beschluss des Rates aus. Dieser sieht vor, dass die Europäische Union dem Haager Übereinkommen über die internationale Geltendmachung der Unterhaltsansprüche von Kindern und anderen Familienagehörigen vom 23. November 2007 beitritt. Dadurch wäre das Abkommen für alle EU-Mitgliedstaaten in Zukunft bindend.
"Es geht es um viele praktische Fragen im Hinblick auf die Art und Weise, wie internationale Forderungen geltend gemacht werden: sprachliche Erfordernisse, die Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene und eine genaue Regelung für die Anerkennung und Vollstreckung von Unterhaltssachen", so Bernhard Rapkay weiter.
"Das Übereinkommen ist Bestandteil eines ausgereiften Rechtsrahmens zugunsten der Rechte von Kindern und sollte am besten weltweit gelten", so Bernhard Rapkay abschließend.

Laden Sie sich die Pressemitteilung hier als pdf herunter.

Veröffentlicht am 14.02.2010