//-->

Nachrichten zum Thema Gesundheit

Gesundheit "Spiel's noch einmal, Sam"

"Ich hab es einfach satt!", empörte sich der SPD-Europaabgeordnete und Bernhard Rapkay über die Nachrichten zum Dioxin-Skandal. "Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen soll, denn es ist doch immer wieder das gleiche Lied", ärgerte sich Bernhard Rapkay.

"Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen, weil Industrieabfälle aus Gewinnsucht und Geldgier zu Futtermitteln verarbeitet werden", kritisierte Bernhard Rapkay. Häufig werden hoch erhitzte und verunreinigte technische Fette zur 'Anreicherung' in Futtermitteln eingesetzt. Statt für die Entsorgung ihrer Industrieabfälle bezahlen zu müssen, bekommen die Unternehmen sogar noch Geld für die Weiterverwendung ihrer Abfallfette. "Das ist ganz großartig für die Entsorger der Industriefette", kommentierte der Europaabgeordnete weiter.

"Die Verwendung verunreinigter Industriefette bei der Verarbeitung von Futtermitteln verstößt gegen geltendes Recht", stellte Bernhard Rapkay klar und forderte als Konsequenz: "Die einzige wirksame Möglichkeit ist es, die Zulieferer vom Markt zu verbannen. Und auch die Betriebe der Futtermittelhersteller, die keine Untersuchung ihrer Inhaltstoffe vornehmen oder negative Funde verschweigen, müssen geschlossen werden."

Bernhard Rapkay: "Ich habe mich immer mit etlichen Kollegen für strengste Regeln für Futtermittel eingesetzt - leider meistens gegen den erbitterten Widerstand vieler Mitgliedstaaten und Futtermittelhersteller, die das für überflüssige und übertriebene Regelungswut hielten."

Bernhard Rapkay erklärte weiter: "Futtermittel sind das erste Glied der Nahrungsmittelkette. Man muss sie sich im Prinzip auf dem Teller vorstellen - Messer und Gabel direkt daneben. Wenn das endlich einmal Landwirtschaftsminister, Bauern und Futtermittelhersteller in der ganzen EU kapieren würden und verstehen, dass billigste Futtermittel immer die Verführung von schlechter Qualität und Abfallfallentsorgung beinhalten, dann wären sie vielleicht endlich bereit, nur absolut saubere und zuverlässige Grundstoffe zu verfüttern."

Bernhard Rapkay abschließend: "Ehrlich gesagt, optimistisch bin ich nicht, dass das endlich jemand versteht, denn die letzen 15 Jahre haben etwas anderes gezeigt."

Laden Sie sich die Pressemitteilung hier als pdf herunter.

Veröffentlicht am 10.01.2011