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Regionalpolitik Europäische Hilfe für entlassene Beschäftigte aus dem Regierungsbezirk Arnsberg

4,3 Millionen Euro aus Globalisierungsfonds freigegeben

554 entlassene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von vier Zulieferunternehmen der Automobilindustrie mit Sitz im Regierungsbezirk Arnsberg erhalten Unterstützung aus der EU. Davon betroffen sind ehemalige Beschäftigte der Firmen Pampus Automotive in Meinerzhagen, Continental Automotive in Dortmund, Leopold Kostal in Lüdenscheid und Wiederholt in Holzwickede.

Das Europäische Parlament hat am Mittwoch grünes Licht gegeben für insgesamt rund 4,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF), um den Beschäftigten, die im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Arbeitsplatz verloren haben, mit Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen bei ihrer Suche nach einer neuen Stelle zu helfen.

„Die Maßnahmen werden individuell auf die entlassenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgestimmt. Dazu gehören Qualifizierungsmaßnahmen, konkrete Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche und Existenzgründerberatung“, erklärte der Vorsitzende der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Bernhard Rapkay. „Sie ersetzen nicht vor Ort bereits getroffene Maßnahmen, sondern begleiten und unterstützen sie.“

Die Beschäftigen aus Dortmund, Holzwickede, Meinerzhagen und Lüdenscheid hatten ihren Arbeitsplatz aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise verloren. Die Nachfrage nach neuen Kraftfahrzeugen in der Europäischen Union ist in den letzten vier Jahren erheblich zurückgegangen. Birgit Sippel, stv. Mitglied im Beschäftigungsausschuß: "Die Unternehmen in unserer Region sind gut aufgestellt, die Beschäftigten qualifiziert und motiviert. Die Hilfen aus dem Fonds tragen dazu bei, dieses Potential auch in Krisenzeiten zu erhalten."

2006 einigten sich das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommissi-on darauf, ab 2007 bis zu 500 Millionen Euro jährlich für diesen Fonds bereitzustellen. Zwischen 2007 und 2010 haben europaweit 68.546 Arbeitskräfte vom Europäischen Globalisierungsfonds profitieren können. Davon erhielten 7.593 entlassene Beschäftigte in Deutschland Beratung, Betreuung und Hilfe zur Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt, unterstrichen die sozialdemokratischen Abgeordneten.

„Die Praxis zeigt, dass über den Europäischen Haushalt mit dem EGF in den Mitgliedstaaten entlassenen Arbeitskräften maßgeschneiderte und profunde Un-terstützung angeboten werden kann“, so Bernhard Rapkay und Birgit Sippel abschließend. „Das sind sinnvoll eingesetzte Haushaltsmittel, für die Menschen direkt erfahrbar!“

Laden Sie sich die Pressemitteilung hier als pdf herunter.

Veröffentlicht am 28.09.2011